Er ist die Danger Mouse (wer die legendäre Zeichentrickserie kennt) des Schweizer Raps, der versierteste MC und der geschmeidigste Wortakrobat in unserem Land. Die Rede ist von AMAN, welcher sich zusammen mit TAZ und DJ FLINK unter dem Decknamen TAFS schon längst eine redliche Reputation in helvetischen HipHop-Kreisen erspielt hat. Kaum eine Crew hat so viele Bühnen gerockt wie die TAFS und man darf ohne schlechtes Gewissen behaupten, dass ihre Live Shows zu den besten der Schweizer Musikszene gehören. Bereits im nächsten Jahr feiern die TAFS als Gruppe ihren zehnjährigen Geburtstag und dass AMAN erst jetzt am 01. September 2006, nach neun Jahren Bandgeschichte sein erstes Soloalbum “Juli/November” veröffentlicht, zeugt eindeutig von Grösse und Reife. Der Ausnahme MC mit WB Taler Wurzeln muss bei seiner Geburt von Snoop Dogg den Style Award bekommen haben, denn kaum einer liegt mit seinem Flow wohlverstanden nicht auf, sondern so im Beat wie er! Mit “Juli/November” ist AMAN aka Etschgen Man bei weitem mehr als nur ein authentisches, lebendiges und frisches Album gelungen. Bereits das dubbige Intro deutet das breite Stilspektrum dieses überaus unterhaltsamen Releases an. Mit viel Charme rappt er sich durch die von DJ FLINK (TAFS), SAD und DIMOS hochwertig produzierten Beats selbst in die Herzen aller Schwiegermütter und dabei muss ihm Flowtechnisch kein anderer Schweizer MC was vormachen. Feature Auftritte gibt’s auf diesem Album nur von Freunden; so gesteht er zusammen mit dem Basler Altmeister Poet auf “Was Bruchsch” seine Sucht zu rappen und erläutert die Sichtweise seiner Hip Hop Musik. Seine Bandmitglieder und besten Freunde TAZ und DJ FLINK dürfen natürlich genauso wenig fehlen wie sein Berner Pendant KRUST von PVP, mit welchem er das super amüsante und ironische “King Ufem Floor” zum Besten gibt und sämtliche Gangster das Fürchten lehrt. Bereits auf dem Cover sieht man, was auf dem Album über fünfzehn Tracks zu hören ist: AMAN öffnet dem Zuhörer das Tor zu seiner Welt und bringt nebst unglaublichem Flow und grosser Unterhaltung auch ehrliche, persönliche und berührende Texte ans Tageslicht.
Der Videotrack “Ghör Di Nid” ist dann wohl auch sicher einer der persönlichsten und bewegendsten Songs und erzeugt mit dem Beat zusammen eine Magie, wie das nur selten im Schweizer Hip Hop geschieht! Mach die Musig luut . . .

