YURI von der jungen Berner Truppe 6ER GASCHO, welche sich mit ihrem letzten Album “Jugendstil” auf Platz 12 der Schweizer Charts platzieren konnte, veröffentlicht endlich sein vielversprechendes Solo Debüt. Auf dem Album “Summer in Sibirie“ sind neben 6ER GASCHO auch STRESS, JONES, RAPHAEL JAKOB, RICH FONJE (Brothertunes) und JAYC als Gäste zu hören.

YURI verkörpert eine neue und junge Generation des Mundart Raps, thematisiert seine Inhalte dementsprechend und konnte sich die letzten Jahre mit 6ER GASCHO als Live Act eine sehr gute Visitenkarte erspielen. Als Fechter kämpft er im Schweizer National Kader und verpasste die Qualifikation für die Olympiade 2008 in Peking nur knapp; sein grosses Ziel sind nun die Olympischen Spiele 2012 in London. Doch nun holt YURI sich seine Medaille zuerst im Schweizer Rap und ist somit der lebende Beweis, dass Sport und Musik zusammen funktionieren und sich sogar befruchten können.
Man spürt ihm den Sportler nicht nur in seinem zielstrebigen und visionären Wesen an. Eine Reife und eine treffende Selbstreflektion kann man keinem der Songs absprechen; entstanden in einer Welt, in der ein Sommer eben auch klirrend kalt sein kann. Der daraus resultierenden Tiefgründigkeit bei Themen, die ein junger Schweizer eben durchmacht, kann man sich unmöglich entziehen. Einer, der ja eigentlich alles hat und das Glück dennoch noch nicht immer zu erhaschen weiss.

Manchmal durch die erdrückende Last im Alltag wie bei „Immer z’Gliche“ mit einem Bein schon am Abgrund, reichen ihm dann genau im richtigen Moment „Fortuna“ die Hand, um dem Strudel der Normalität zu entfliehen. Oder dann ist das „Meitschi“ zur Stelle, wenn „I ha dir vertrout“ eben schief geht. Zu wichtig sind die jeweils zu transportierenden Emotionen, auf dass sich der Berner von musikalischen Fesseln bremsen und eingrenzen lassen könnte. Zu schön sind Schmerz, Freude und die Schönheit einer Frau, um nicht mit allen Farben, welche die Staffelei Musik bietet, Songs zu malen.

Dabei erschafft der Berner Künstler eine Welt, die sich irgendwo zwischen dem kalten Sibirien und dem erdrückenden Sommer befindet. Irgendwo zwischen dem Leben eines erfolgreichen 23 jährigen Nachwuchs Fechters, der wissen muss, was er will – und den Träumen eines bald erwachsenen Mannes, der noch auf der Suche st. Irgendwo zwischen Rap und Pop, irgendwo zwischen fordernd und verständnisvoll, irgendwo zwischen „Lueg zrüg“ und „Müesse los Baby“. Passiert ist alles im „Summer in Sibirie“. Lasst uns YURI folgen!