
«Dr Ernscht isch nid in unserer Crew, also frog mi nid wo er blibt».
Augenklappe runter und auf geht’s zum feucht-fröhlichen «Landgang»! Auf ihrem neuesten Werk bleibt die Tafsquad den Qualitäten treu, die sie zu einer der beliebtesten Piratentruppen der eidgenössischen Rap-Gewässer gemacht hat: Beats (die dicken), Köpfe (die nicken) und eine bis zum Bersten gefüllte Schatzkiste mit grossen Hooks vermengen Aman, Taz, Flink und OK zu einer Platte, deren gute Laune selbst den miesepetrigsten Captain Hook aus den Stiefeln bläst. Dabei setzen sie den auf dem Vorgänger «Gschwäll» eingeschlagenen Weg konsequent fort und kümmern sich in bester Freibeuter-Manier einen feuchten Dreck um irgendwelche Genre-Konventionen. «Rap ist unser Medium. Damit sind wir gross geworden und das beherrschen wir auch», erzählt Taz mit einem Leuchten im unverdeckten Piratenauge. «Musikalisch ist diese Schublade aber viel zu eng gefasst. Musik zu machen bedeutet für uns in erster Linie Quality Time mit Freunden, da wollen wir einfach das machen, worauf wir Bock haben.»
Hört man sich die 12 Tracks von «Landgang» an, wird klar: Auf dicke Bässe hatten die Jungs immer Bock. Garniert wird dieses massive Fundament mit einer durchgeknallten Vielfalt von musikalischen Beutestücken, die derart gekonnt eingesetzt werden, dass selbst ein grenzwertiges Humpa-Piraten-Sample im Kontext von Marching-Band-Drums und Maschinengwehr-Raps zu einem ehrfurchtgebietenden Partybanger wird («Päiräts»). Und wenn dann selbst ein No-Go wie «Gangnam Style» hinter dem Schiffsmast hervor galoppiert und dabei eine richtig gute Figur macht («Landgang-Style»), stehen zwei Dinge fest: a) Diese Jungs hatten einen Riesenspass im Studio und b) live auf der Bühne wird dieser Spass mit Hilfe des Publikums noch einmal potenziert werden. Denn hier liegt seit jeher die eigentliche Stärke der Tafsquad: Bühnenshows, bei denen keine Auge trocken bleibt. Und der Grog in rauhen Mengen fliesst.
Davon kann man sich diesen Sommer auf einer ausgedehnten CH-Tour überzeugen.
TAFS – “LANDGANG” erscheint am 8. März 2013.
Am 8. Februar 2013 ist es nun endlich soweit: Anna Kaenzig veröffentlich ihr zweites Album «Slideshow Seasons». Nach ihrem Debütalbum «Four Acres And No Horse» zeigt sie eine wärmere, reifere Seite. Die neuen Songs klingen nach Folk, teilweise fast nach Country, vor allem aber nach Anna Kaenzig. Für «Slideshow Seasons» arbeitete sie erstmals mit dem Produzenten und Musiker Luk Zimmermann (Lunik) und dessen Partner Dave Muther zusammen. Und um den unterschiedlichen Stimmungen der Songs gerecht zu werden, lud sie weitere Künstler ins Studio ein: den englischen Folksänger Gus McGregor, zum Beispiel. Mit ihm singt Anna ein Duett. Ebenfalls zu hören sind Streicher und Banjoklänge.

